Goldne Abendsonne, O wie bist du schön!Nie kann ohne Wonne deinen Blick ich sehn.Lachend steigst du nieder deine hohe Bahn,Blickest morgen wieder mich so segnend an.Schon in früher Jugend sah ich gern nach dir,Und der Trieb zur Tugend glühte mehr in mir.Wenn ich so am Abend staunend vor dir stand,Und, an dir mich labend, Gottes Huld empfand.In des Herzens Tiefe war es, als wenn mirEine Stimme riefe: Gott ist nahe dir!Und bey dem Gefühle freute… weiterlesen

Rühr’ im Schlaf an deine Wangen,Hangen Tropfen an den Kissen,Du und ich allein nur wissen:Unser Sehnen hat vereintHeiß sich in den Schlaf geweint.Ach, mein Herz wie’s liebt und leidet!Spür es leis als Mond verkleidetWeiß an deiner Tür.Sehnsucht muß mit hellen HändenNoch im Schlaf dein Zimmer blenden,Und die blanken Scheiben schickenBlicke, die tags dunkel bleiben;Wo sie ungesehen fielen,Steigen Lichter aus den Dielen.Schweigen müssen Uhr und Zeit,Sehnsucht spielt auf blauen Geigen,Und wie einst auf MärzenauenWerden Balken in… weiterlesen

Wie plötzlich doch bedeckt mit EisSo Strauch und Bäume steh’n,Auf letztem Grün das erste Weiß,Wie traurig ist’s zu seh’n!Was bangst du, Herz? Sei frisch und kühnUnd denk’, wenn Flocken weh’n:Auf letztem Weiß das erste Grün,Wie lieblich wird das steh’n!Johann Nepomuk Vogl… weiterlesen

Our hearts were warm, and our toes freezing cold,thanks to the ice wind that regularly blowsonto the shore, from the wild North Sea-an ocean we ran into, naked, and free.We read books, discussed poetry and political affairs.We were always trying to cut one another’s hair.We wore our red gowns, like peacocks- with pride.Our initials stitched into the label inside,in an attempt to possess a small part of tradition.To know you belonged to this red school… weiterlesen

Ich sehn´ mich so nach einem Landder Ruhe und GeborgenheitIch glaub´, ich hab´s einmal gekannt,als ich den Sternenhimmel weitund klar vor meinen Augen sah,unendlich großes Weltenall.Und etwas dann mit mir geschah:Ich ahnte, spürte auf einmal,dass alles: Sterne, Berg und Tal,ob ferne Länder, fremdes Volk,sei es der Mond, sei´s Sonnnenstrahl,dass Regen, Schnee und jede Wolk,dass all das in mir drin ich find,verkleinert, einmalig und schönIch muss gar nicht zu jedem hin,ich spür das Schwingen, spür die… weiterlesen

Nach Lockdown-Verlängerung richtet Merkel emotionale Botschaft an die Deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich in ihrem Video-Podcast an die Bürger in Deutschland gewendet und zu Optimismus aufgerufen. Man habe bereits “ein großes Stück des Weges zurückgelegt.” Als die Kanzlerin dann über den Zusammenhalt in der Pandemie sprach, hatte sie eine emotionale Botschaft.“Wenn diese Pandemie überhaupt irgendetwas Gutes hat, dann ist es dies: Sie zeigt, wozu wir Menschen imstande sind, wenn wir unser Herz in die… weiterlesen

Kein Schlaf noch kühlt das Auge mir,dort gehe schon der Tag herfüran meinem Kammerfenster.Es wühlet mein verstörter Sinnnoch zwischen Zweifeln her und hinund schaffet Nachtgespenster.Ängste, quäledich nicht länger, meine Seele!Freu dich! Schon sind da und dortenMorgenglocken wach geworden.Eduard Mörike… weiterlesen

Die Organisatoren des Bensheimer Weihnachtsmarkts haben in den vergangenen Monaten an einem Konzept gearbeitet, in diesem Jahr einen Weihnachtsmarkt in Form eines weihnachtlichen Künstlermarkts zu veranstalten. Aufgrund der aktuellen Lage hat man sich nun entschieden, auch diese Pläne nicht umzusetzen. Man habe intensiv darüber beraten, sehe aber keine Möglichkeit, anders zu entscheiden. „Leicht gefallen ist diese Entscheidung niemand“, heißt es dazu aus dem Rathaus. Um trotzdem weihnachtliche Stimmung aufkommen zu lassen, soll die Innenstadt illuminiert… weiterlesen

Das Feld ist weiß, so blank und rein,Vergoldet von der Sonne Schein,Die blaue Luft ist stille;Hell, wie KristallBlinkt überallDer Fluren Silberhülle.Der Lichtstrahl spaltet sich im Eis,Er flimmert blau und rot und weiß,Und wechselt seine Farbe.Aus Schnee herausRagt, nackt und kraus,Des Dorngebüsches Garbe.Von Reifenduft befiedert sindDie Zweige rings, die sanfte Wind’Im Sonnenstrahl bewegen.Dort stäubt vom BaumDer Flocken PflaumWie leichter Blütenregen. Johann Gaudenz von Salis-Seewis… weiterlesen

Noch lange stand ich wortlos, wie gebannt,wie lauschend jener andern fernen Welt –ihr woget zauberhaft rings um mich herwie meiner Sehnsucht unermeßlich Meer.Ich muß dich fassen mit der Sehnsucht Macht,wenn ich mein Selbst aus dir will wiederfinden –es ist durch dich ein Ton in mir erwacht,auf den ich lange, lange, lang geharrt.Luise Baer… weiterlesen