Das sind die Stunden, die wir nicht begreifen!Sie beugen uns in Todestiefen niederUnd löschen aus, was wir von Trost gewußt,Sie reißen uns geheimgehaltene LiederMit blutend wunden Wurzeln aus der Brust.Und doch sind das die Stunden, deren LastUns Stille lehrt und innerlichste RastUnd die zu Weisen uns und Dichtern reifen. Hermann Hesse… weiterlesen

Gewaltig endet so das JahrMit goldnem Wein und Frucht der Gärten.Rund schweigen Wälder wunderbarUnd sind des Einsamen Gefährten. Da sagt der Landmann: Es ist gut.Ihr Abendglocken lang und leiseGebt noch zum Ende frohen Mut.Ein Vogelzug grüßt auf der Reise Es ist der Liebe milde ZeitIm Kahn den blauen Fluß hinunterWie schön sich Bild an Bildchen reihtDas geht in Ruh und Schweigen unter. Georg Trakl… weiterlesen

In den hessischen Impfzentren sind seit Beginn des Monats mehr als 5.300 Auffrischungsimpfungen durchgeführt worden. Das teilte das Innenministerium in Wiesbaden mit. Die Möglichkeit besteht unter anderem für Menschen über 80 Jahren, Menschen mit Behinderungen und Pflegebedürftige. Daneben sind vor allem Hausärzte vor Ort sowie in Zusammenarbeit mit den stationären Behinderten- und Pflegeeinrichtungen bei solchen Impfungen im Einsatz. Mobile Teams unterstützen dabei. Unabhängig vom bisherigen Impfstoff erfolgt die dritte Impfung mit den Wirkstoffen von Biontech/Pfizer… weiterlesen

Es hat den Garten sich zum Freund gemacht,Dann welkten es und er im Herbste sacht,Die Sonne ging, und es und er entschlief,Gehüllt in eine Decke weiss und tief.Jetzt ist der Garten unversehns erwacht,Die Kleine schlummert fest in ihrer Nacht. –“Wo steckst du?” summt es dort und summt es hier.Der ganze Garten frägt nach ihr, nach ihr.Die blaue Winde klettert schlank emporUnd blickt ins Haus: “Komm hinterm Schrank hervor!Wo birgst du dich? Du tust dirs selbst… weiterlesen

Der Garten trauert,kühl sinkt in die Blumen der Regen.Der Sommer schauertstill seinem Ende entgegen.Golden tropft Blatt um Blattnieder vom hohen Akazienbaum.Sommer lächelt erstaunt und mattin den sterbenden Gartentraum.Lange noch bei den Rosenbleibt er stehn, sehnt sich nach Ruh,langsam tut erdie müdgeword’nen Augen zu. Hermann Hesse… weiterlesen

Wir leben hin in Form und ScheinUnd ahnen nur in LeidestagenDas ewig wandellose Sein,Von dem uns dunkle Träume sagen.Wir freuen uns an Trug und Schaum,Wir gleichen führelosen Blinden,Wir suchen bang in Zeit und Raum,Was nur im Ewigen zu finden.Erlösung hoffen wir und HeilIn wesenlosen Traumesgaben –Da wir doch Götter sind und teilAm Urbeginn der Schöpfung haben. Hermann Hesse… weiterlesen

Ihm ward des Eingangs grüne Dunkelheitkühl wie ein Seidenmantel umgegebenden er noch nahm und ordnete: als ebenam andern transparenten Ende, weit,aus grüner Sonne, wie aus grünen Scheiben,weiß eine einzelne Gestaltaufleuchtete, um lange fern zu bleibenund schließlich, von dem Lichterniedertreibenbei jedem Schritte überwallt,ein helles Wechseln auf sich herzutragen,das scheu im Blond nach hinten lief.Aber auf einmal war der Schatten tief,und nahe Augen lagen aufgeschlagenin einem neuen deutlichen Gesicht,das wie in einem Bildnis verweiltein dem Moment, da… weiterlesen

Im Nebel ruhet noch die Welt,Noch träumen Wald und Wiesen:Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,Den blauen Himmel unverstellt,Herbstkräftig die gedämpfte WeltIn warmem Golde fliessen. Eduard Mörike… weiterlesen

Die Fenster stehen sommerheißUnd müssen den Stunden nachsehen,Die draußen vorübergehen.Der Stunden Füße sind leis’. Durch die stillen Fenster im HausSieht die Zeit herein und hinaus,Und nur der Verliebte weiß: Nichts weiter wird geschehen,Wie die Zeiten sich auch drehen,Alles Blut geht im Kreis,Und rund um die Lieb’ geht der Stunden Reis’. Max Dauthendey… weiterlesen

Der Herbst streut weiße Nebel aus,Es kann nicht immer Sommer sein!Der Abend lockt mit LampenscheinMich aus der Kühle früh ins Haus.Bald stehen Baum und Garten leer,Dann glüht nur noch der wilde WeinUms Haus, und bald verglüht auch der,Es kann nicht immer Sommer sein.Was mich zur Jugendzeit erfreut,Es hat den alten frohen ScheinNicht mehr und freut mich nimmer heut –Es kann nicht immer Sommer sein.O Liebe, wundersame Glut,Die durch die Jahre Lust und MühnMir immer hat… weiterlesen