Berlin – Gut ein Jahr nach dem Beginn der Corona-Pandemie haben die Spitzen des deutschen Staates und die Kirchen der fast 80.000 Toten gedacht und den Hinterbliebenen ihr Mitgefühl bekundet.Bei der zentralen Gedenkfeier rief Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zudem die Gesellschaft zum Zusammenhalt auf. «Lassen wir nicht zu, dass die Pandemie, die uns schon als Menschen auf Abstand zwingt, uns auch noch als Gesellschaft auseinandertreibt», sagte er im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Zuvor hatten die Kirchen… weiterlesen

In Gold und Purpur tief verhülltWillst du mit deiner Leuchte scheiden,Und ich, noch ganz von dir erfüllt,Soll, Sonne, dich nun plötzlich meiden?Du hast mein Herz mit Lust entzündet,Du allerschönste Königin,Wenn mir dein Strahlenantlitz schwindet,Ist nicht das Leben tot und hin? O reiche mir noch einen StrahlDes Lichtes, dass er auf mich falleUnd ich aus diesem DämmertalAn deiner Hand hinüberwalle!Lass mich an deinem Hofe weilen,Als lichte leichte Wolke nur,Vor deinem Zuge kündend eilenAls deines Glanzes schwächste… weiterlesen

Wenn endlich Juli würde anstatt März,Nichts hielte mich, ich nähme einen Rand,Zu Pferd, zu Wagen oder mit der BahnKäm ich hinaus ins schöne Hügelland.Da stünden Gruppen großer Bäume nah,Platanen, Rüster, Ahorn oder Eiche:Wie lang ists, daß ich keine solchen sah!Da stiege ich vom Pferde oder riefeDem Kutscher: Halt! und ginge ohne ZielNach vorwärts in des Sommerlandes Tiefe.Und unter solchen Bäumen ruht ich aus;In deren Wipfel wäre Tag und NachtZugleich, und nicht so wie in diesem… weiterlesen

Der NASA-Rover “Perseverance” ist nach sechs Monaten Flugzeit auf dem Mars gelandet. Er soll mehrere Jahre lang nach Spuren früheren mikrobiellen Lebens suchen. Außerdem wird er das Klima und die Geologie des Planeten erforschen. Der US-Rover “Perseverance” ist erfolgreich auf dem Mars im Jezero-Krater gelandet. Das Fahrzeug habe planmäßig auf dem Roten Planeten aufgesetzt, teilte die Weltraumbehörde NASA mit. Er war Ende Juli 2020 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral aus gestartet. Der Rover soll mehrere Jahre… weiterlesen

O Leben Leben, wunderliche Zeitvon Widerspruch zu Widerspruche reichendim Gange oft so schlecht so schwer so schleichendund dann auf einmal, mit unsäglich weitentspannten Flügeln, einem Engel gleichend:O unerklärlichste, o Lebenszeit.Rainer Maria Rilke… weiterlesen

Es kommt der neue Tag aus fernen Höhn herunter,Der Morgen der erwacht ist aus den Dämmerungen,Er lacht die Menschheit an, geschmückt und munter,von Freuden ist die Menschheit sanft durchdrungen. Ein neues Leben will der Zukunft sich enthüllen,Mit Blüten scheint, dem Zeichen froher Tage,Das große Tal, die Erde sich zu füllen,Entfernt dagegen ist zur Frühlingszeit die Klage.Friedrich Hölderlin… weiterlesen

Unterm weißen Baume sitzend,Hörst du fern die Winde schrillen,Siehst, wie oben stumme WolkenSich in Nebeldecken hüllen;Siehst, wie unten ausgestorbenWald und Flur, wie kahl geschoren; –Um dich Winter, in dir Winter,Und dein Herz ist eingefroren.Plötzlich fallen auf dich niederWeiße Flocken, und verdrossenMeinst du schon, mit SchneegestöberHab’ der Baum dich übergossen.Doch es ist kein Schneegestöber,Merkst es bald mit freud’gem Schrecken;Duft’ge Frühlingsblüten sind es,Die dich necken und bedecken.Welch ein schauersüßer Zauber!Winter wandelt sich in Maie,Schnee verwandelt sich in… weiterlesen

Als Bürger sollte man vermuten: Rund um die Uhr arbeiten. Bei Gesundheitsämtern und Landräten nachfragen, wo die Landesregierung helfen kann. Nachschub von Impfstoff sicherstellen, bei Bedarf Masken organisieren. Mit Virologen und medizinischen Experten sprechen. Großen Unternehmen in Not helfen. Kleinen Unternehmen in Not helfen. Was man so tut als Spitzenpolitiker in der größten medizinischen Krise der letzten hundert Jahre.Bodo Ramelow (LINKE), Ministerpräsident von Thüringen, findet Zeit, stundenlang in einer Laber-App namens „Clubhouse“ unterwegs zu sein.… weiterlesen

Du meines Blutes Unruh, heimliche Liebste du,die du verstohlen nur die dunklen Blicke schenkst,o lass aus deinen schweren Flechten braune Nachtum meine Sinne strömen – lass Vergessenheitsich breiten über niegestillte Lust und Qual.Ich seh uns wandeln unterm kahlen Winterwald,ins Morgenrot, durch streifende Lüfte ging der Weg.Wir Frohen schritten Hand in Hand und beteten stummund glaubten an den Frühling, als der Schnee noch lag …– du sollst nicht weinen – gib mir deine liebe Hand! –Der… weiterlesen

Bei den Griechen, Kelten und Germanen galt die Mistel als Zeichen der Götter, weil sie zwischen Himmel und Erde wächst. Um kaum eine andere Pflanze ranken sich bis heute so viele Mythen und Legenden. Der griechische Held Äneas öffnete der Sage nach mit einer Eichenmistel das Tor zu Unterwelt: “Keinem ist der Weg zur Erdtiefe gestattet, ehe er den goldumlaubten Zweig vom Baume gepflückt hat”. In der Mythologie steht die Mistel deshalb auch nicht zufällig… weiterlesen