Mein Leben ist wie ein Spiel im Frühling. Ich will so leben, wie es mir gefällt: ich will mit euren steifen Sitten und matten Bräuchen nichts zu tun haben. Blau ist der Himmel, grün die Wiese und Flur, frisch die Quellen, heiter die Flüsse, und von herrlicher Gastlichkeit sind Sonne und Sterne. Ich will mein Spiel zu Ende spielen. Ralph Waldo Emerson… weiterlesen

Der Aschermittwoch markiert im christlichen Kalender den Beginn der vierzigtägigen Fastenzeit vor Ostern und steht damit für einen bewussten Neuanfang. Nach den ausgelassenen Tagen des Karnevals kehrt an diesem Tag Ruhe ein. Besonders in katholisch geprägten Regionen von Deutschland wird dieser Übergang deutlich spürbar: Während zuvor gefeiert, gelacht und musiziert wurde, treten nun Besinnung und Nachdenklichkeit in den Vordergrund. Seinen Namen verdankt der Aschermittwoch einem zentralen religiösen Zeichen: dem Aschekreuz. In vielen Gottesdiensten zeichnen Priester… weiterlesen

Der Veilchendienstag bildet im rheinischen Karneval den Abschluss und zugleich einen stilleren Höhepunkt der närrischen Tage. Er folgt auf den ausgelassenen Rosenmontag und liegt unmittelbar vor dem Aschermittwoch, mit dem die Fastenzeit beginnt. Besonders im Westen von Deutschland, entlang des Rheins, besitzt dieser Tag eine lange Tradition und ist fest im kulturellen Selbstverständnis vieler Städte verankert.Seinen Namen verdankt der Veilchendienstag einer historischen Redewendung: „sich ein Veilchen holen“ bedeutete umgangssprachlich, sich eine bläuliche Schwellung – also… weiterlesen

„Carpe diem“, hat einmal jemand gesagt. Das heißt auf Deutsch: Freue dich, solange du gesund bist, ob das nun mit Sechseläuten und Jaß, oder Tanz und Fastnacht, oder Reisen und Toiletten, oder Rosen und Kamelien geschieht, einerlei; das muß jeder selber am besten wissen. Aber wer im Frühling darüber jammert, daß später der Herbst kommt, oder von einem schönen Mädchen ächzt, daß sie einmal Großmutter wird, oder von einem hübschen Gärtchen jeremiaut, daß es möglicherweise… weiterlesen

Auf der Spur der strengen SchönenSchreitet Februar einher,Sanfter, milder von Gebärden,Ohne Winterschutz und Wehr.Ihre schönen, ernsten Augen,Die voll Sehnsucht vorwärts schau’n,Seh’n schon hinter RegenwolkenAhnungsvoll den Himmel blau’n.Horch, am Boden leises Regen!Unter ihrem nackten FußSprießt Schneeglöckchen aus der Erde,Frühlings erster Botengruß. –Wenn im bunten Fastnachtstrubel,Du der Gegenwart vergißt,Wisse, daß Natur da draußenUnentwegt am Werke ist.Doch die hohe Frau im Schleier,Die den Frühling herbestellt,Räumt bescheiden ihrer SchwesterVor der Zeit das Arbeitsfeld. Helene Krüger… weiterlesen

Das Andenken der Männer, in denen sich die Menschenhoheit lebendig offenbart hat, ist das beste Erbe, das wir aus der Vergangenheit und der Geschichte überkommen, und es gibt Namen, die sind so fest und ewig, wie die Sterne am Himmel, und wenn man auf offener See nicht mehr weiß, in welcher Weltgegend man ist, so findet man seinen Weg auf Erden nach den Sternen am Himmel. Berthold Auerbach… weiterlesen

Ja wir fliegen hoch und wir fallen tiefAber häufiger fallen wir hinaufDenn die Götterlieblinge sind verwöhntUnd gewinnen viele SpieleIch besaß ein Schiff, seine Fracht war MohnDoch am Ziel löschten wir pures GoldEs ist gut zu wissen, dass wenn nichts mehr gehtImmer noch ein Wunder gehtAlles in allem vom Glück verfolgtAlles in allem gesegnetAlles in allem hab ich vertrautDenn wir sind ja einander begegnetUnter Mandelbäumen träumt man guten TraumDas erzählen die Frauen im OmanUnd Gazellenmilch heilt… weiterlesen

Unser ganzes Leben ist ein nie wiederkommender Geburt[s]tag der Ewigkeit, den wir darum heiliger und freudiger begehen sollten. Trotz tausend verschiedener Urteile, die man über ein Stück hört, ist seine Wirkung im allgemeinen gleich. Zwei Menschen, mag nun ihr Urteil völlig entgegengesetzt sein, der eine dem Stück bis ins letzte zustimmen, der andere ihm höchst ablehnend gegenüberstehen, empfinden doch, wenn man einmal näher hinsieht, das gleiche; jeder übertreibt seine Empfindungen nur, der eine in positiver,… weiterlesen

Nach einem kleinen Frühstück verstauen wir die restlichen Sachen in unseren Rucksäcken – so schnell ist die Zeit vergangen. Ein Blick aus dem Fenster zeigt das gleiche Grau wie die letzten Tage – seit unserer Ankunft am Freitag haben wir wirklich die Sonne nicht ein einziges Mal gesehen… Wir checken online aus, legen die Karten auf den Tisch und lassen kurz nach 9 Uhr die Tür ins Schloss fallen. Aufgrund der Erfahrung vom Freitag mit… weiterlesen

Es ist wieder ein grauer Tag – wir haben seit Freitag die Sonne noch nicht ein einziges Mal gesehen 😉 Aber wir machen uns auf zu unserer letzten Wanderung, laufen durch den alten Stadtkern von Warnemünde hinunter zum Strand und dort entlang der Küste bis nach Nienhagen. Es ist fast windstill und die Ostsee ist platt. Nachdem wir Kap Geinitzort hinter uns gelassen haben, können wir auch keine Häuser von Warnemünde mehr sehen und sind… weiterlesen