
Die Fähre in Höfgen bei Grimma ist für mich viel mehr als nur ein Weg über die Mulde. Sie ist ein Ort voller Erinnerungen, an dem Kindheit, Familie und schöne Ausflüge lebendig werden.
Schon als Kind war die Fahrt mit der Fähre ein kleines Abenteuer. Wenn ich mit meinen Eltern dort war, spürte ich sofort diese besondere Freude. Das Wasser glitzerte, die Fähre schaukelte leicht, und für einen Moment fühlte sich alles leicht und unbeschwert an. Auch mit der Schulklasse waren die Ausflüge dorthin etwas Besonderes. Wir lachten, redeten durcheinander und genossen die gemeinsame Zeit fern vom Schulalltag.

Besonders faszinierend war für mich immer, dass es sich um eine Seilfähre handelt. Sie wird an einem gespannten Seil über die Mulde geführt und der Fährmann bewegt das Boot auf eine einfache, aber beeindruckende Weise von einem Ufer zum anderen. Damals für 30 Pfennige – heute für 2,70€ … Gerade diese einfache, ganz alte Technik macht aber ihren besonderen Reiz aus, sie erinnert an frühere Zeiten, in denen solche Fähren für die Menschen vor Ort ein wichtiger Teil des Alltags waren. In Höfgen gehört die Fähre bis heute fest zum Bild des Muldentals und erzählt ein Stück regionaler Geschichte. Sie verbindet nicht nur zwei Ufer, sondern für mich auch Vergangenheit und Gegenwart. Gerade das macht sie zu einem Ort, der mein Herz bis heute berührt.