Glaub nicht, dass ich Weihnachten ganz ohne Dich zugebracht habe; Deine Klage that mir Unrecht, und so hast Du sie schnell mit einer Tröstung eingeholt. Die Dinge, die Du mir versprichst, hab ich noch nicht; aber wunderbare Freude, sie zu erwarten. Auch en kleiner Gegenstand, den ich Dir bestimmt habe, muß sich verspäten, vielleicht noch um eine Woche, vielleicht um zwei-, es war etwas zu handwerkern an ihm, das braucht jetzt Weile. Geduldest Du Dich?… weiterlesen

Die Winterstürme durchdringen die Welt mit wütender Macht. Da sinkt auf schneeigen Schwingen die tannenduftende Nacht. Da schwebt beim Scheine der Kerzen ganz leis nur, kaum, dass du´s meinst, durch arme irrende Herzen der Glaube – ganz so wie einst. Da schimmern im Auge Tränen, du fliehst die Freude – und weinst, der Kindheit gedenkst du mit Sehnen, oh, wär es noch so wie einst! Du weinst! Die Glocken erklingen – es sinkt in festlicher… weiterlesen

Aus dunklen Fenstern stand ich lang Und schaute auf die weiße Stadt Und horchte auf den Glockenklang, Bis nun auch er versungen hat. Nun blickt die stille reine Nacht Traumhaft im kühlen Winterschein, Vom bleichen Silbermond bewacht, In meine Einsamkeit herein. Weihnacht! – Ein tiefes Heimweh schreit Aus meiner Brust und denkt mit Gram An jene ferne, stille Zeit, Da auch für mich die Weihnacht kam. Seither voll dunkler Leidenschaft Lief ich auf Erden kreuz… weiterlesen

Dies ist die Nacht, da mir erschienen, des großen Gottes Freundlichkeit! Das Kind, dem alle Engel dienen, bringt Licht in meine Dunkelheit, Und dieses Welt- und Himmelslicht weicht hunderttausend Sonnen nicht. Laß dich erleuchten, meine Seele, versäume nicht den Gnadenschein! Der Glanz in dieser kleinen Höhle, streckt sich in alle Welt hinein, Er treibet weg der Hölle Macht, der Sünden and des Kreuzes Nacht. In diesem Lichte kannst du sehen, das Licht der klaren Seligkelt.… weiterlesen

Da hörst du alle Herzen gehn und schlagen wie Uhren, welche Abendstunden sagen. Weihnachten ist der stillste Tag im Jahr. Da werden alle Kinderaugen groß, als ob die Dinge wüchsen, die sie schauen und mütterlicher werden alle Frauen und alle Kinderaugen werden groß. Da mußt du draußen gehn im weiten Land – willst du die Weihnacht sehn, die unversehrte, als ob dein Sinn der Städte nie begehrte, so mußt du draußen gehn im weiten Land.… weiterlesen

Als ich ein Knabe war, in Weihnachtszeiten, wie war ich selig da und unersättlich, Im Duft der Kerzen mit dem neuen Spielzeug zu spielen unterm Tannenbaum: dem Roß, Dem Bilderbuch, der Eisenbahn, der Violine! Und wenn auch jedes Spielzeug bald erlosch und Alltag wurde, jeder Weihnachtsbaum War wieder neu, war Fest und Wunder, umfing mich wider mit dem Zaubernetz. Heut weiß ich keine neuen Spiel mehr, erschöpft ist Glanz und Lust, der lange Weg Liegt… weiterlesen

Markt und Straßen stehn verlassen, still erleuchtet jedes Haus, Sinnend geh ich durch die Gassen, alles sieht so festlich aus. An den Fenstern haben Frauen buntes Spielzeug fromm geschmückt Tausend Kindlein stehn und schauen, sind so wunderstill beglückt. Und ich wandre aus den Mauern bis hinaus ins freie Feld, Hehres Glänzen, heilges Schauern! Wie so weit und still die Welt! Sterne hoch die Kreise schlingen, aus des Schnees Einsamkeit Steigts wie wunderbares Singen – O… weiterlesen

Es treibt der Wind im Winterwalde die Flockenherde wie ein Hirt, und manche Tanne ahnt, wie balde sie fromm und lichterheilig wird, und lauscht hinaus, den weißen Wegen streckt sie die Zweige hin – bereit, und wehrt dem Wind und wächst entgegen der einen Nacht der Heiligkeit. Rainer Maria Rilke… weiterlesen

An jedem Tag richtest du dich ein in dieser Welt liebst den Wechsel, liebst das Bleiben, bleibst unterwegs in wechselnden Zeiten suchst im Gehen was gilt, im Bleiben was bleibt hältst am Endes des Tages die Hoffnung in Händen!… weiterlesen

Einsamkeit, die aus dem Alleinsein her rührt, ist schmerzlich treibt uns jedoch dazu an, nachzudenken und zu träumen. …die man verspürt, obwohl eine Flut an Menschen um einen ist, die dem Inneren entspringt, ist wahrlich schmerzhaft. …sie läßt dich nichtmal mehr träumen, denn du fühlst dich wirklich allein, verlassen und unverstanden. Denn nur ein anderer Mensch vermag einen Menschen seiner Einsamkeit zu entreißen! Peter Schnittger… weiterlesen