17Dez/07

So long

Zu viele an einem Tag, so viele kleine «farewell’s». Unruhig schlafend aus der Nacht, am Fenster stehend warten, Kerzen, Sternchenfeuer, Sekt und … vorbei.
Essen, Wein und das letzte Foto … vorbei.
letzter Händedruck mit tausend Gedanken im Kopf aber anderen [natürlich verkehrten] Worten auf den Lippen … vorbei
noch ein Schulterklopfen und dann schlägt die Tür zu, … vorbei
… auch die Fahrstuhltür schlägt dumpf zu
… dieses Jahr ist jetzt schon vorbei – und wenn ich wieder komme –
wird fast schon Frühjahr sein – so long……..

16Dez/07

Dritter Advent

Schon dritter Advent – war nicht gerade noch Herbst? Wo ist nur die Zeit geblieben. Nur noch eine Woche bis Weihnachten – eine Woche! Eine Woche bleibt noch – bis zu Besinnlichkeit, Ruhe, Frieden und Familie. Mhhh, was ist übrig geblieben, von der «Vorweihnachtszeit», der besinnlichen Zeit im Advent, die auf das Fest einstimmende Zeit….
der volle Kalender an der Wand, der sich ständig meldende Outlook-Reminder und die Frage „hast Du schon… ?“
Naja, noch ist Weihnachten WEIT weg ……

11Dez/07

nach Berlin

Geschwindigkeit zerreist die Farben
Grau
der Himmel konturenlos
so wie Gedanken
Landschaft fliegt am Fenster vorbei
Regentropfen zerreisen an der Scheibe zu langen Fäden
Antimatter im Ohr
auch Musik zerreist die Gefühle
zu langen Fäden
Fäden, die sich verwirren, verknäulen, schwer werden.
Aber aus Fäden werden keine Fesseln mehr.

09Dez/07

so kleine Hände

So kleine Hände, winzig und unschuldig. Legt man den Finger in sie, greifen sie zu – noch ist es ein Instinkt.
Was wird aus diesen Händen? Wie schnell werden sie wachsen, werden sie zugreifen können.
Noch liegt es in UNSERER Hand, die sie jetzt umgreift – aber was sie später in diese nehmen wird, liegt das auch noch in unserer Hand?
Wie schnell werden aus zarten Händen dicke Fäuste, feste Griffe – oder streichelnde Finger, gefühlvolle Berührungen, helfende Hände – Überlegen wir mal, was unsere Hände heute so alles tun…
Was ist der Mensch ohne seine Hand, seine Hände – was sind wir – wenn wir nicht irgenwann HAND-in-HAND gehen ?

03Dez/07

Lichterketten

Die Dörfer werden immer heller und die Lichter für die Weihnachtszeit beginnen zu strahlen. Gerade war noch Herbst, gerade war das Laub noch bunt, strahlte im feurigem Rot – jetzt liegt es feucht und braun auf den Feldern. Die Tage sind kurz geworden und die Herbstsonne wird mit Lichterketten, tausenden Sternen kompensiert. Aber es nicht noch nicht wie Weihnachten, nicht im Kopf, nicht im Herzen. Weihnachten kommt immer erst ganz spät.

02Dez/07

Erster Advent

Erster Advent und noch nichts ist wie Weihnachten – wie jedes Jahr. Wie lang war doch diese Zeit in Kindertagen? Ich erinnere mich, wie ich am Fenster saß, die Wiese war weiß vom Schnee, riesige schwarze Krähen saßen auf der Mauer und die Türchen am Adventskalender (aus Papier!), der in der Küche hing, bogen sich leicht – weil ich schon wußte, was unter der 24 war ….
Und die Zeit, diese Zeit war ewig lang.

29Nov/07

ATHLETE

ATHLETE – seltsam, warum passt dieses Bild für mich zu ATHLETE ?
Gerade habe ich gelesen, daß Athlete fünf Konzerte in Deutschland geben. *heul* und ich kann nicht dabei sein – oder gibt es noch eine Chance?
Die Bandbreite ist groß – sanftes Klavier, durchdringende Streiche, kräftige Gitarren, elektronischer Sound und eine unverwechselbare Stimme. Und sie ist es – die Stimme von Joel Pott, die so unberechenbar ist. Sie geht am Satzende nach oben, manchmal monoton – das Ungewöhnliche macht es aus. «Twenty Four Hours» – so oft, so lang kann man die Musik von Athlete hören – sie wird nicht langweilig. Sie zieht die Gedanken in den Bann, zieht die Träume dorthin, wo sie manchmal weh tun. Sie erzählt Geschichten aus dem Leben, aus dem Alltag – natürlich von Liebe. Und so ist sie auch gemacht, für diejenigen, die lieben, die empfinden – die leben. «Twenty Four Hours, Trading Air, Street Map » – diese Songs können im Bauch schmerzen, können den Hals zuschnüren, können die Augen schließen und voll Tränen füllen – wenn man dazu bereit ist. Nicht die Tränen der Trauer – Tränen des Glücks, vielleicht ist das Hoffnung, vielleicht ist das Optimismus. Eines ist es aber auf keinen Fall – oberflächlich.

24Nov/07

Holmes schwach

Was für ein Himmel diese Nacht. Es ist klar – bis 23 Uhr – aber das reicht. Der Mond ist voll und strahlt in seiner vollen Helligkeit. Holmes erkennt man fast nicht mehr mit bloßem Auge. Nur die längere Belichtung zeigt, daß sich die Staubwolke um den Kometen weiter ausbreitet.

19Nov/07

Orion

Es ist kalt und ich fahre die Straße zum Böllstein hinauf. Der Himmel ist bewölkt, aber es scheinen ein paar Sterne hindurch. Das muß reichen und ich packe das Stativ aus. Gerade sehe ich noch die ISS am Morgenhimmel vorbeiziehen, Venus strahlt unübersehbar – aber nicht lange. Wolken ziehen wieder auf. Am Horizont steht flach noch Orion.