06Nov/07

Blau

Auch an diesem Morgen schaue ich zuerst an den Himmel, naja – es ist bewölkt – aber ich fahre mit der Kamera hinauf zum Böllstein und verbringe wieder 1 1/2 Stunden hier oben. Es ist so mystisch – dieses Licht, wenn die Autos aus Bromisch kommend den Berg hinauf fahren, dieses Licht sich in den Bäumen bricht. Noch liegt etwas Nebel im Tal. Venus steht immer noch sehr nahe bei der dünnen Mondsichel und ich mache sehr viele Fotos – dann packe ich die Kamera ein und fahre nach Darmstadt. Mein normaler Arbeitstag beginnt nun …….

05Nov/07

Morgens

Wenn ich morgens aus dem Haus gehe, schaue ich zuerst zum Himmel hinauf. Dann gehe ich langsam zum Carport und in diesen wenigen Sekunden beginnt es im Kopf zu arbeiten. Ich schließe die Autotür auf, zögere und gehe zurück ins Haus. Ziehe mir einen dickeren Pullover über und schnappe mir meine Kamera nebst Stativ. Jetzt ist es schon entschieden – wenige Minuten später stehe ich am Feldrand und richte die Kamera auf den Himmel auf. 5:30 Uhr – es sind 3°C und die Venus steht so nah bei der Mondsichel. Ich kann von hier oben das ganze Dorf überblicken.

04Nov/07

WWDX Contest

Ich habe nun 24 Stunden Contest hinter mir. Naja – fast. Ich habe in der Nacht geschlafen – und das hat mich wertvolle Punkte gekostet. Manchmal ist das eben so, da möchte man am liebsten aufhören, sich hinlegen, schlafen, lange schlafen und dann von vorn, ganz neu beginnen. In einem Contest funktioniert das aber nicht. Wenn man schläft, hat man verloren… Oder auch nicht – egal, es hat viel Spaß gemacht und ich hab viele Freunde getroffen, aus der Ukraine, aus dem Oman, aus Deutschland – und es tat gut, so ein 73 – Mike.

01Nov/07

erster Novembertag

Der Oktober hat sich verabschiedet und der erste Novembertag zeigte sich von seiner melancholichsten Seite. Mystisch liegt der Nebel am Morgen im Tal, er hält sich nun schon zäh den ganzen Tag.
Wenn ich am Abend über den Böllstein nach Hause komme, steht die Sonne gerade noch überm Horizont. Taucht die Landschaft in ein warmes, rotes Licht. Die Bäume, die noch ihr Laub tragen beginnen zu glühen, der Himmel strahlt in seinen schönsten Farbkombinationen – blau und orange – und grauer Nebelschleier legt sich wieder über das Dorf. Von hier oben kann man schon den Mond sehen, wenn er riesig groß, blass in fahlem Glanze aufgeht. Die Luft riecht feucht und kalt. Der November hat begonnen.

25Okt/07

Augen zu und durch

Augen zu und durch …. – oder nur einfach Augen zu – und abwarten was geschieht? Im Moment hab‘ ich das Gefühl, dass ich meiner Zeit hinterher laufe. Es wird zu viel, zu viel am Tag, zu viel am Abend, zu viel in der Nacht. Es sind nicht nur die Gedanken, die sich überschlagen, überholen – es sind die Gefühle. Es ist die Zeit. Was ist eine Woche? Es geschieht so viel – zu viel an einem Tag – so viele Dinge bleiben liegen, werden vergessen – ABER oder UND wo ist die Zeit, um alles zu verarbeiten?
Wie schön wäre das, wenn man die Augen zu machen könnte – die Zeit zurück denken könnte – alles besser machen könnte…

23Okt/07

Dahlie pt.2

Die Zeit – nagt auch an meiner Dahlie – Zeit, warum immer wieder die Zeit, warum frisst sie uns auf? Nun kommt schon der Frost, nimmt sich mit seiner Kraft die Farben des Herbstes. Musik kann nicht alles retten. Sie hilft aber – und macht es so unheimlich schlimmer. Auf den höchsten Berg zu steigen, mit letzter Kraft den Gipfel zu erreichen, atemlos die Augen schliessend, dankend, hoffend und SPRINGEN – FLIEGEN – wieder fliegen (flying over bus stops [Athlete])… – aber das rettet meine Dahlie auch nicht mehr – sie welkt, trocknet und friert…

22Okt/07

TRAVIS

Anfang September kommt der Ticketalarm (von getgo) und 50 Tage später stehen wir vor TRAVIS – unglaublich. Mannheim, Capitol, 21 Uhr – das Licht geht aus. Drei Männer der Crew stehen auf der eingenebelten Bühne und schalten ihre Taschenlampen ein. Zur 20th Century Fox Fanfare schwenken die Lichtkegel im Raum umher und konzentrieren sich dann endlich auf die Eingangstür. Die geht auf – und – Travis betritt den Saal – schwer zu schätzen, vielleicht 500 Mann, bilden Spalier für die 4 Schotten. Zum Anfassen nah, händeschüttelnd, laufen sie durch das Publikum hindurch zur Bühne hinauf. Sie sind da! Und dieses Gefühl bleibt den ganzen Abend – enger Kontakt, und jede Menge Spaß. Es ist eine perfekte Mischung und eine Zeitreise vom Debütalbum «Good Feeling» über «12 Memories», «The Man Who», «The Invisible Band» bis hin zum letzten «The Boy With No Name» – nur wenige Sekunden Pause beim ständigen Gitarrenwechsel bleiben den Jungs. Denen das aber überhaupt nichts ausmacht, im Gegenteil – man spürt die Verbindung zur Musik, die Band wirkt entspannt und glücklich. Das war auf jeden Fall ein toller Abend, der neben Gänsehaut auch auch wirklich Spaß gemacht hat. MEHR

20Okt/07

Erster Frost

Wie erwartet gab es heute Nacht den ersten Frost. Die Wiese im Garten glänzte weiß in der Morgensonne, die Regentropfen vom Vortag waren gefroren und funkelten wie Edelsteine. Die Blätter der Pflanzen waren mit weißen Eiskristallen gesäumt…
Rauhreif kam zur Nacht; fast gläsern wirkt im Lichte welker Farn,
Lautlos riß auf Laub und Gräsern reifen Herbstes rotes Garn.
Wo an Sommertagen blitzte klaren Taues Silberschein
Am erblühten Morgen, ritzte erster Frost sein Zeichen ein.
Uwe Nolte


19Okt/07

Zeit

Heute Nacht ist es zum ersten Mal recht kalt – momentan nur 1°. Der Herbst scheint sich zu ergeben – die Zeit läuft so schnell. Apropos Zeit – Zeit, wie wichtig ist uns die Zeit geworden. Zeit für was? Wie nutzen wir die wenige Zeit, die Stunden, Minuten – die wenigen Sekunden, Augenblicke in unserem Leben, wo uns doch gerade diese Zeit so viel bedeutet? Wie nutzen wir am besten unsere Zeit? Wir können die Zeit nicht zurück drehen, wir sollten uns besser im Augenblick entscheiden, was wir aus unserer Zeit machen. Wir haben nicht unendlich viel davon…. {Keane im Ohr – …«To The End Of The World»}

17Okt/07

Goldener Herbst

Der goldene Herbst scheint sich dem Ende zu neigen. Die letzten warmen Sonnenstrahlen am Morgen sind von den ersten Regentropfen vertrieben. Am Freitag soll es schon den ersten Schnee geben. Kann man die Wärme der Sonne einfangen, kann man das Gefühl auf der Haut bewahren – ja, man kann den Herbst in seinem Herzen einschliessen. An einem grauen Regentag greift man in die Jackentasche und findet die Kastanie wieder… Man kann die Augen schliessen und aus dem Grau wird ein Blau und aus den faden Farben werden golden strahlende Erinnerungen…