09Mai/08

Gedanken


Wie Blüten gehn Gedanken auf,
Hundert an jedem Tag –
Laß blühn! laß dem Ding den Lauf!
Frag nicht nach dem Ertrag!
Es muß auch Spiel und Unschuld sein
Und Blütenüberfluß
Sonst wär die Welt uns viel zu klein
Und leben kein Genuß.
Hermann Hesse

08Mai/08

sad


When you’re left with nothing
There’s nothing lefts to lose
Words will not come looking for me and you
Once we wanted nothing and everything was real
It was all that I allow, for me and you now.

Everybody know that I believe, if you spell it out for me
Spell it out so everyone can see
All that really matters now to me, is I could set you free
My hands are tied and I cant find my feet
Embrace

07Mai/08

Musik

Wie Musik doch immer wieder weh tun kann – immer wieder. Wenn die Streicher an der Seele ziehen…
Fremder Saitenspieler drunten, der so weich und dunkel klagt,
wo hast du das Lied gefunden, das mein ganzes Sehnen sagt?
Hermann Hesse

05Apr/08

Dürstende


Sieh, wie sie zueinander erwachsen: in ihren Adern wird alles Geist.
Ihre Gestalten beben wie Achsen, um die es heiß und hinreißend kreist.
Dürstende, und sie bekommen zu trinken, Wache und sieh: sie bekommen zu sehn.
Laß sie ineinander sinken, um einander zu überstehn.
Rainer Maria Rilke

04Apr/08

Danke


Ja, Mach die Augen wieder auf!

Der Frühling ist da und er ist so wunderschön
wie er schon lange nicht mehr war.
Sieh genau hin in dieses Farbenspiel
genieß diese Pracht, es kostet nicht viel.
Mit aller Macht will alles an Licht
nur manch eine Blume die traut sich noch nicht.
Sieh in den Himmel und genieß diesen Blick
denn dieser Moment er kommt nicht zurück.
Die Sonne sie wärmt nicht nur dein Gesicht
sie geht bis ins Herz – fühlst du es nicht.
Träum von den Blumen, Wiesen und Höhn
denn dieser Frühling ist doch so schön.

03Apr/08

Genug jetzt!

Genug jetzt!
genug mit dieser Musik [Lindenberg],
genug mit den Gedanken, den Schmerzen, den Träumen,
genug mit dem Grau [farbloses Bunt], der Kälte, dem Regen.
genug mit dem Whisky.

Mach die Augen wieder auf – der Frühling ist da!
Ich BRAUCHE die Farben,
das Blau des Himmels, das Grün der Felder und Wiesen, das Rot der Tulpen,
das Weiß der Wolken, das Gelb des Löwenzahns….

Aber auch das Schwarz, die Musik, die Gedanken, die Schmerzen, die Träume,
das Grau, die Kälte, den Regen,
… und den Whisky.

01Apr/08

Jetzt bist Du weg (2002 @Nena)


Heut‘ morgen hab‘ ich angerufen bei dir,
ich wollte einfach nur fragen wie’s geht und was du machst.
Sofort hab ich gemerkt, du bist nicht alleine, du hast so komisch geredet mit mir.
Da war irgendwas neues und ich dachte ich sterbe,
das war völlig klar da lag jemand neben dir

Wir beide wollten immer zusammen sein.
Doch vor ’n paar Wochen hab’n wir gemerkt, irgendwie geht das nicht mehr.
Es sollte ohne Streit und Eifersucht laufen, wir wollten richtige Freunde sein.
Ich fühl‘ mich aber so verlassen, weil von den Jahren nur wenig übrig blieb
Ich hab‘ dich immer noch soo lieb

Wenn wir uns irgendwann wiederseh’n
könn‘ wir vielleicht zusammen auf einer neuen Straße weitergeh’n, weitergeh’n

Und jetzt bist du weg, kommst nicht mehr.
Und Freunde sein fällt uns so schwer.
Was sonst, was kann ich tun? Soll ich dir aus dem Weg geh’n?
Und jetzt bist du weg.
Ach ich weiß nicht, ist es meine Schuld vielleicht?
Ich wünsche mir, dass ich dich endlich vergessen kann,
dass ich dich endlich vergessen kann.
Jetzt bist du weg, dass ich dich endlich,
ich dich endlich vergessen kann, dass ich dich endlich vergessen kann.
Udo Lindenberg

31Mrz/08

In den dunklen tiefen Gängen der Vergangenheit (1979)


Seltsame Szenen – Nebelschwadenbilder, noch nie dagewesene Situationen
ganz fremd und doch irgendwie vertraut, als hätte man das schon mal erlebt
In den dunklen tiefen Gängen der Vergangenheit
ein Hauch Erinnerung zieht durch das Labyrinth der Zeit
vor Millionen Jahren, Blume im Lavasee,
unter meinen Wurzeln ein brennender Planet…

Vielleicht existiert jedes Leben immer weiter
nur die Formen verändern sich
ich, die Libelle in glühenden Wolken, gleißendes Sonnenlicht fiel auf mich…
ich lebte mit den Wüstenwölfen, ich war ein Fisch im Ozean
ich ritt auf einem Dinosaurier durchs Reich der Vierten Dimension

In den dunklen tiefen Gängen der Vergangenheit
ein Hauch Erinnerung zieht durch das Labyrinth der Zeit
vor Millionen Jahren, Vogel im Farbenrausch
unter meinen Flügeln ein tosender Vulkan…
Udo Lindenberg

30Mrz/08

Stark wie Zwei (2008)


Der Tod ist ein Irrtum, ich krieg das gar nicht klar
die rufen gleich an und sagen – es ist doch nicht wahr
es war nur ’n Versehen, war ’n falsches Signal
aus irgend einem fernen Sternental
Ich wähl deine Nummer doch du gehst nicht mehr ran
mir wird schockmäßig klar, es ist doch wahr
du kommst nicht mehr
doch ich lass mich davon nicht zu Boden schmettern.

Der Fährmann setzt dich über ’n Fluss rüber
ich spür deine Kraft geht voll auf mich über.

Stark wie Zwei, ich geh‘ die Straße runter
Stark wie Zwei, egal wohin ich geh‘ – du bist dabei
Ich bin jetzt stark wie Zwei

Ich heb mein Glas und trink auf dich
da oben hinter den Sternen ich vergess dich nicht
auch wenn ich heute dich so hart verlier
so bleibst du doch hier für immer bei mir
du hast immer gesagt
’soll nicht so lange trauen
ich soll in deinem Namen richtig weiter powern

Stark wie Zwei, ich geh‘ die Straße runter
Stark wie Zwei, egal wohin ich geh‘ – du bist dabei
Ich bin jetzt stark wie Zwei.
Udo Lindenberg

29Mrz/08

Desperado (1979)


Desperado, du reitest nun schon seit Jahren allein und verloren durch die Prärie
so hart und rastlos bist du auf der Suche doch die Einsamkeit findest du dich nie
Du treibst dein Pferd die Hügel hoch in den Canyons hängt dein Echo
was du suchst, das weißt nur du allein das nächste Tal kann noch grüner sein
und dahinter glänzt Gold im Sonnenschein vielleicht ist das endlich dein „El Dorado“

Desperado, du belügst dich und wirst nicht jünger Schmerzen und Hunger brechen dich bald
und Freiheit, Freiheit so nennen’s die anderen
doch für dich wird’s zum Gefängnis darin wirst du schwach und alt
Ist es nicht zu kalt in der Winterzeit die Luft voll Schnee, und die Sonne so weit
du weißt nicht, ob es Tag ist oder Nacht In dunklen Höhlen sitzt du dann
und lehnst dich an deine Träume an es gab mal Zeiten, da hast du auch gelacht

Desperado, merkst du nicht daß es hier draußen
keine Spur Hoffnung mehr für dich gibt?
Du reitest nun schon seit Jahren an deinem Abgrund entlang
gib deinem Pferd die Sporen denn noch bist du nicht verloren
zu Hause wartet schon lange jemand der dich sehr liebt.
Udo Lindenberg