Im ersten Licht des Morgens

Donnerstag, 31. August 2017

Seelen gibt es, die an Sterne mahnen,
unbemerkt auf sonn’gen Alltagsbahnen;
Dämmerung und Finsternis erst sagen
euch, wieviel des Lichts sie in sich tragen.

Anastasius Grün

 

Sonnenblume

Montag, 28. August 2017

 

Markt in Mainz

Sonntag, 27. August 2017

 

neuer Bischof in Mainz

Samstag, 26. August 2017

Von Friedrich Roeingh (Chefredakteur Allgemeine Zeitung)

MAINZ – Ganz großes Kino – Directors Cut XXL sozusagen. Man mag darüber sinnieren, wie zeitgemäß mittelalterliche Rituale wie das einer zweieinhalbstündigen Bischofsweihe im 21. Jahrhundert noch sind. In jedem Fall sind sie medienwirksam. Und wer die Weihe des neuen Mainzer Bischofs Peter Kohlgraf sowie das anschließende Volksfest auf dem Mainzer Markt erlebt hat, zweifelt nicht daran, dass Rituale auch sinnstiftend sind. Auch wenn sie noch dem Mittelalter entstammen – ja vielleicht gerade deswegen. In beiden Punkten mögen die evangelischen Glaubensbrüder, die sich seit 500 Jahren für das Wort allein anstelle von Samt und Purpur entschieden haben, zuweilen etwas neidvoll zu den Katholiken hinüberblinzeln.

Doch auch das noch so große Brimborium, pardon die noch so würdevolle Bischofsweihe kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass aktive Christen – ob evangelisch oder katholisch – die Debatten in unserer weitgehend entchristlichten Gesellschaft längst nicht mehr dominieren. Bei aller demütigen Schüchternheit, die Kohlgraf an seinem großen Tag ausstrahlte: Es war zu spüren, wie sehr er für seinen Glauben streiten will und wie ernst es ihm mit dem Vorsatz ist, jeden einzelnen Gläubigen zum Botschafter zu ermutigen. Dieser Vorsatz könnte zum zentralen seiner ersten Bischofsjahre werden, von denen der 50-jährige voraussichtlich so viele vor sich hat: Kohlgraf weiß, dass unabhängig von allen notwendigen Strukturveränderungen im Bistum die Kirche nur am Leben bleibt, wenn sie die Laien zur Übernahme von mehr Verantwortung ermutigt. Ob der neue Bischof darunter auch eine überfällige Aufwertung der Frauen in der katholischen Kirche versteht, hat er noch nicht zu erkennen gegeben. Eindeutiger sind da schon seine Signale zum Ausbau der ökumenischen Zusammenarbeit. Ein Punkt, den die kirchliche Basis des Zwei-Länder-Bistums ebenfalls ganz deutlich artikuliert. Die herzliche Umarmung mit Volker Jung, dem Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, war ein erstes Zeichen.

 

Blumen im Kopf

Mittwoch, 23. August 2017

Du hast ein buntes Leben, tief in mir eingepflanzt
Ich werd‘ es wässern und besprechen, bis es bis zu dir sprießen kann
Bis die Blüten zu dir wachsen und dich umarmen,
in allen Kreationen und allen Farben
Ich weiß, die Straßenlaternen leuchten heut‘ zum Himmel und blenden dich
Noch seh’n wir uns nicht

Alles wird gut, alles wird, alles wird gut
Mit ’nem bisschen Erde im Herzen und ’n paar Tränen,
wachsen mir Blumen im Kopf
Und alles wird gut, alles wird,
mit Blumen im Kopf Alles wird gut, alles geht, mit Blumen im Kopf …

Fayzen

 

Königswinter

Dienstag, 22. August 2017

Wirf deine Gedanken wie Herbstblätter in einen blauen Fluß,
schau zu,
wie sie hineinfallen
und davontreiben – und dann:

vergiß sie.

Zen-Buddhismus

 

021

Montag, 21. August 2017

 

Schimmernde Tränen

Sonntag, 20. August 2017

Wie schimmernde Tränen sind die Sterne durch die Nacht gesprengt;
es muß ein großer Jammer in dem Aug sein, von dem sie abträufelten.

Georg Büchner

 

Am Kamin

Samstag, 19. August 2017

Im Ofen knistert lustig laut das Feuer,
Phantastisch zucken Lichter hin und her,
Ins Spiel der Flammen starrt‘ ich, weltvergessen,
Mich überflutet der Gedanken Meer.
Vorüber zogen meiner Kindheit Tage,
So freud- und freundlos, wie bei Andern kaum,
Ein stumpfergebnes Tragen und Entsagen,
Kein sorgenloser, sonnenheller Traum – – –
Und halbzerdrückt sich von den Wimpern löste
Wohl eine Träne nach der andern leis‘,
Weiß nicht, ob Zornes- oder Sehnsuchtstränen –
Doch bitter waren sie und brennend heiß.

Felix Dörmann

 

018

Freitag, 18. August 2017

 

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