Colloquium in Guildford

Samstag, 30. Juli 2016

16july030

 

London

Freitag, 29. Juli 2016

16july029

 

London

Donnerstag, 28. Juli 2016

16july028

Es ist was in mir, das mich mit unwiderstehlicher Sehnsucht zu dem zerlumpten Lazzarone hinzieht,
der an der Tempelschwelle gebräunt und lächelnd in den ewigblauen Himmel emporschaut;
es ist was in mir, das mich den Diogenes mehr bewundern läßt als den Mann, der vor ihm in der Sonne stand,
und was – wenn ich zwischen Extremen wählen soll –
mir den Orden von La Trappe größer und beneidenswerter erscheinen läßt als die London-City mit ihrem »Leben im Sturm«.

Theodor Fontane

 

Königswinter

Donnerstag, 21. Juli 2016

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Am Abend und am Morgen ist der Himmel rot.
Am Abend und am Morgen ist die Luft kühler als am Tag, singen die Vögel heller, ist der Wald frischer.
So auch in den Morgenstunden und in der Abendzeit des einen flüchtigen Tages, der das Menschenleben heißt.
Abend und Morgen sind einander näher verwandt als dem Tage.
Ihr Gemeinsames ist, dass der Mensch an seinem Morgen in sein Leben hinein wächst,
das ihm noch fremd ist, und am Abend langsam einem anderen Leben sich naht, das er nicht kennt.

Paul Keller

 

Am Rhein

Mittwoch, 20. Juli 2016

16july020

Es gibt Menschen, bei denen du deine Beine und deine Seele baumeln lassen kannst.
Du kannst einfach nur du selbst sein, ohne Fassade, ohne Zweifel, manchmal sogar ohne Worte.
Diese Menschen sind selten, hat man einen gefunden, muss man ihn festhalten.

Unbekannt

 

Einsamkeit

Mittwoch, 13. Juli 2016

16july013

Die wenigsten Menschen verstehen, wie unendlich viel
in der Einsamkeit liegt.

Wilhelm von Humboldt

 

Stille, stille!

Dienstag, 12. Juli 2016

16july012

Der Tag ist vergangen,
Tief drunten verklangen
Die letzten Stimmen,
Im Zwielicht schwimmen
Höhen und Wald –
Ein Atem weht,
Ein zitternd‘ Gebet
Ringsum im Kreise –
Und eine Seele geht
Auf die letzte Reise.

Carl Weitbrecht

 

Wolken

Sonntag, 10. Juli 2016

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Die Wolken zieh’n vorüber, so dicht gedrängt und grau,
Und trüber, immer trüber wird rings des Himmels Blau,
Und du, wie ist entflogen, dir alle Heiterkeit,
Die Seele überzogen von unnennbarem Leid!
Die Wolken strömen nieder, wie blau der Himmel scheint!
Und heiter bist du wieder!
Hast du vielleicht geweint?

Karl Johann Philipp Spitta

 

Sommerabend

Samstag, 09. Juli 2016

16july009

Ob das des Sommerabends Wesen ist?
Die offene Seele lauscht dem dunklen Lied,
Das eine Nachtigall vor Sehnsucht weint,
Und eine Grille geigt verliebt im Ried.
Ich hauche: Kommt denn niemand, der mich küsst?
Ob das des Sommerabends Wesen ist?
Die Liebe lockt: „Gib dich mir ganz! Gib! Gib!“
Der letzte Laut erstirbt. Heimlich geeint
Hat sich der Liebste traulich mit dem Lieb …
Zu mir allein kommt niemand, der mich küsst.

Paul Ernst Köhler

 

Tänzerin

Freitag, 08. Juli 2016

15july008

Du bist die Tänzerin im Sturm
Du bist ein Kind auf dünnem Eis
Du wirfst mit Liebe nur so um dich
Und immer triffst du mich…

Ulla Meinecke

 

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