Nachts in der träumenden Stille

Mittwoch, 30. September 2015

15september030

Nachts in der träumenden Stille
Kommen Gedanken gegangen,
Nachts in der träumenden Stille
Atmet, zittert ein Bangen,
Nachts in der träumenden Stille,
Ratlose quälende Fragen.
Weit über alles Sagen
Kommen Gedanken gegangen,
Atmet, zittert ein Bangen
Nachts in der träumenden Stille

Gustav Falke

 

Roger Waters – The Wall – The Movie

Dienstag, 29. September 2015

roger_waters
(c)Rue21 Productions

https://www.youtube.com/watch?v=ZuPyeCX7Fgg&feature=youtu.be

Es ist ein Film (Co-Regie von Waters und Sean Evans), ein Dokumentarfilm.

Nun wurde er auf den Kinoleinwänden in aller Welt aufgeführt, einmal und nur für eine Nacht. Zugegeben, ich war skeptisch und nach dem Trailer habe ich große Gefühle erwartet. Die kamen auch – aber wie so oft, waren die meisten der Höhepunkte hier schon zu sehen.
Der Film hat mich bewegt, sehr bewegt. Vor allem wenn man sich ein wenig mit Roger Waters auseinandersetzt, seine Geschichte kennt.
Für den Besucher im Kino fast unsichtbar fängt es aber eigentlich bei „The Final Cut“ schon an. Das ist nicht mehr Pink Floyd – längst nicht mehr – aber auch Genialität zeigt mittlerweile Spuren.

Waters öffnet die wohl lang verschlossene Scheuen, in der sein abgedecktes Auto steht. Wirft seine Tasche auf den Rücksitz, startet den Motor und fährt los. Nach Frankreich, wo der Großvater begraben liegt. Er steht vor dem Grab und spielt seine Trompete – und fließend gehen wir über in die Show – The Wall.
Die Bilder werden zu Erinnerungen und die gleichen Gefühle und Emotionen kommen wieder. Obwohl es schon 4 Jahre her ist (2011 in der SAP Arena) wird alles wieder real. Und Roger Waters fährt weiter, kramt ein Buch aus seiner Tasche, betrachtet lange das Bild – und fängt an zu weinen.
Stille, auch im Kino ist es ganz still – das sind Gefühle. Wieder der Wechsel zur Show und so geht es weiter und weiter in der Geschichte.
Waters fährt weiter nach Italien, zum Brückenkopf, wo sein Vater während einer Schlacht im Zweiten Weltkrieg starb.

Und irgendwann kommt dieses Bild der Mauer, die nun vollständig aufgebaut ist. Und nur durch ein kleines Fenster sieht man Waters fragen – „Hello? Is there anybody in there?“ – wie damals muss ich hier ganz tief Luft holen – und auch wie damals steht nicht David Gilmour oben auf der Mauer beim legendären Gitarrensolo.
Die Bilder und Gefühle wechseln sich ab, bis zum Ende der Show, bis zum Ende der Geschichte, als Roger Waters endlich am Denkmal, am vermeintlichen Grab seines Vaters steht und wieder die Trompete auspackt. Hier schließt sich der Kreis und wie auch in der Live-Show gibt es ein offenes Ende.

Die Mauer ist eingefallen – aber das ist noch nicht der Schluss …

 

Mondfinsternis

Montag, 28. September 2015

15september028

 

027

Sonntag, 27. September 2015

15september027

 

Klassentreffen

Samstag, 26. September 2015

15september026

 

025

Freitag, 25. September 2015

15september025_1

 

Dahlie

Donnerstag, 24. September 2015

15september024

Irgendwo blüht die Blume des Abschieds und streut immerfort Blütenstaub,
den wir atmen, herüber;
auch noch im kommendsten Wind atmen wir Abschied.

Rainer Maria Rilke

 

Herbst-Tag-und-Nachtgleiche

Mittwoch, 23. September 2015

15september023

Nun kommen die letzten klaren Tage
Einer müderen Sonne.
Bunttaumelnde Pracht,
Blatt bei Blatt.
So heimisch raschelt
Der Fuß durchs Laub.
O du liebes, weitstilles Farbenlied!
Du zarte, umrißreine Wonne!
Komm!
Ein letztes Sonnenblickchen
Wärmt unser Heim.
Da wollen wir sitzen,
Still im Stillen,
Und in die müden Abendfarben sehn.
Da wollen wir beieinander sitzen
In Herbstmonddämmer hinein
Und leise
Verlorene Worte plaudern.

Johannes Schlaf

 

Die Liebe hört nie auf

Dienstag, 22. September 2015

15september022

Die Liebe hört nie auf. Sie hat keinen Anfang und kein Ende, sowohl in räumlicher als auch in zeitlicher Beziehung;
also kann es außer ihr nichts anderes geben. Sie erfüllt das Sonnenstäubchen und den Weltenraum,
die kurze Sekunde des irdischen Zeitmaßes und auch die ganze Ewigkeit.
Sie läßt sich nicht einteilen in Eltern, Kindes, Gatten, Freundes- und allgemeine Menschenliebe.
Wer sie so zerstückeln zu können meint, dem ist sie unbekannt.
Unser Erkennen und unser Weissagen ist solches Stückwerk, vor der Liebe aber, die das Vollkommene ist, hört jedes Stückwerk auf.

Karl Friedrich May

 

Gedanken wie Herbstblätter

Montag, 21. September 2015

15september021

Wirf deine Gedanken wie Herbstblätter in einen blauen Fluss,
schau zu,
wie sie hineinfallen und davon treiben – und dann:
vergiss sie.

Aus dem Zen-Buddhismus

 

Previous Page »