Nun ist das Korn geschnitten

Montag, 31. August 2015

feld

Nun ist das Korn geschnitten,
Die Felder leuchten fahl;
Ringsum ein tiefes Schweigen
Im heißen Sonnenstrahl.
Verblüht ist und verklungen,
Was duftete und sang,
Nur sanft tönt von den Triften
Der Herde Glockenklang.
Das ist, o Menschenseele,
Des Sommers heil’ger Ernst,
Daß du, noch eh er scheidet,
Dich still besinnen lernst.

Ferdinand von Saar

 

… verstehen

Samstag, 29. August 2015

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Wenn du begreifst, dass du, ohne zu leiden, leben kannst, dann ist damit ein großer Schritt getan –
aber glaube ja nicht, dass jemand anders dich verstehen wird.

Paulo Coelo

 

keine Grenzen

Montag, 24. August 2015

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Du kommst der Wahrheit näher wenn Du siehst, dass es an und für sich keine Grenzen gibt und die Realität das ist,
was die Leute aus dieser kleinen Weisheit machen.

Robert A. Wilson

 

Unser Licht

Samstag, 22. August 2015

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Unsere größte Angst ist nicht, daß wir unzulänglich sein könnten.
Unsere größte Angst ist, daß wir grenzenlos mächtig sein könnten.
Unser Licht, nicht unsere Dunkelheit ängstigt uns am meisten.

Nelson Mandela

 

Auf dem Hochzeitsturm in Darmstadt

Mittwoch, 19. August 2015

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Spruch für eine Sonnenuhr

Der Tag geht über mein Gesicht.
Die Nacht sie tastet leis vorbei.
Und Tag und Nacht ein gleich Gewicht und Nacht und Tag ein Einerlei.
Es schreibt die dunkle Schrift der Tag und dunkler noch schreibt sie die Nacht.
Und keiner lebt, der deuten mag was beider Schatten ihm gebracht.
Und ewig kreist die Schattenschrift.
Leblang stehst du im dunklen Spiel.
Bis einmal dich die Deutung trifft:
Die Zeit ist um. Du bist am Ziel.

Rudolf Georg Binding

 

Mancher ist oben Mensch und unten Fisch…

Sonntag, 16. August 2015

15august016

Mancher wird niemals Mensch, bleibt Frosch, bleibt Eidechse, bleibt Ameise.
Mancher ist oben Mensch und unten Fisch.
Aber jeder ist ein Wurf der Natur nach dem Menschen hin.
Und allen sind die Herkünfte gemeinsam, die Mütter, wir alle kommen aus demselben Schlunde;
aber jeder strebt, ein Versuch und Wurf aus den Tiefen, seinem eigenen Ziel zu.
Wir können einander verstehen; aber deuten kann jeder nur sich selbst.

Hermann Hesse

 

Ich wünsch mir mal was …

Donnerstag, 13. August 2015

15august013

Das ist die Sehnsucht: wohnen im Gewoge
und keine Heimat haben in der Zeit.
Und das sind Wünsche: leise Dialoge
täglicher Stunden mit der Ewigkeit.
Und das ist Leben. Bis aus einem Gestern
die einsamste Stunde steigt,
die, anders lächelnd als die andern Schwestern,
dem Ewigen entgegenschweigt.

Rainer Maria Rilke

 

007

Freitag, 07. August 2015

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005

Mittwoch, 05. August 2015

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004

Dienstag, 04. August 2015

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