Ein stilles Feuer brennt

Dienstag, 31. März 2015

15march031

Ein stilles Feuer brennt
In tiefer Ahnung
Mitte
Und dehnt sich
Milden Abschied wärmend
In bräunlich-rot
Getöntes Land

Schwärmend
Möchtest du hier
Verweilen
Mit den Mondlichtbäumen
Träumen
In dieser sich neigenden Zeit
Und bist in heimlich
Flüsterndem Zauber
Noch nicht
Zu jenem Wandel
Bereit
Den du schon
In dir spürst.

Thomas Bartsch

 

… von der Natur stimmen

Montag, 30. März 2015

15march030

Die Menschen lassen sich so leicht von der Natur stimmen und bestimmen. Sie lachen im Frühling, sind traurig am Herbsttag;
sie haben Sehnsucht, wenn die Wolken am Himmel ziehen, und wollen mit den Quellen plaudern und mit den Stürmen fliegen.
Die Natur ist gefühllos ihnen gegenüber; sie sendet einen Regenschauer auf den bunten Hochzeitszug,
sie läßt über einem offenen Grabe die Lerchen jubilieren und die Schmetterlinge tanzen.

Paul Keller

 

Damit sie kommen

Sonntag, 29. März 2015

15march029

Eine Kerze genügt. Ihr Licht, das matte, fügt sich besser, schmeichelt mehr,
wenn sie kommen, die Schatten, die Schatten der Liebe.
Eine Kerze genügt. Das Zimmer sei heut‘ Abend ohne helles Licht. Tief in Träumerei versunken,
voll Empfänglichkeit und bei schwachem Licht – so in Träumerei versunken gebe ich mich Gaukelbildern hin,
damit sie kommen, die Schatten, die Schatten der Liebe

Konstantinos Petrou Kavafis

 

Selbstsucht

Samstag, 28. März 2015

15march028

Diese Selbstsucht ist es,
die das Innere gegenüber dem Herrn und gegenüber dem Himmel verschließt und
das Äußere öffnet und es sich zukehrt.
Deshalb sind auch alle die, bei denen diese Sucht vorherrscht, in dichter Finsternis,
in Dingen, die den Himmel betreffen,
wie sehr sie auch im Licht hinsichtlich der weltlichen Sachen sein mögen!

Emanuel Swedenborg

 

026

Donnerstag, 26. März 2015

15march026

 

025

Mittwoch, 25. März 2015

15march025

 

024

Dienstag, 24. März 2015

14march024

 

Frühlingsmond

Sonntag, 22. März 2015

15march022

Im Nußbaum blieb der Mond im Astwerk hangen,
Liegt wie ein weißes Tier im Astkäfig gefangen
Und preßt sein silbernes Fell an die Käfigstangen.
Der Mond hat Dir über Brücke und Fluß hell folgen müssen,
Ging aus der Stadt uns nach bis zum Nußbaum auf lautlosen Füßen.
Schnell, eh‘ der Mond sich wieder rührt, muß ich Dich küssen.

Max Dauthendey

 

Himmel

Samstag, 21. März 2015

15march021

Sorg dich nicht um mich
Der Himmel über uns
Immer gleich
wo wir sind – getrennt
oder vereint
Der Himmel – Immer über
Dir und mir.

 

Sonnenfinsternis und Frühlingsanfang

Freitag, 20. März 2015

15march020

Es war sehr spannend zu beobachten, wie es mit der Zeit merklich kühler wurde.
Das Licht änderte sich. Es wirkte fahl, ungewohnt und fast fremd…

 

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