Apfelblüte

Montag, 30. April 2012

 

Laue Nacht

Samstag, 28. April 2012

April spricht Geistersprache.
Wie ein Vergoldermeister
Sitzt er am Nachbardache,
Spritzt Goldschaum auf Taube und Tauber,
Beklebt die Zimmer lichtsauber,
Belebt die Fenstergardinen,
Den Staub auf alten Tischen,
Vergoldet Falten und Mienen,
Sein Zauber will nie mehr verwischen.
Auf meinen Stühlen sitzt still,
Ich seh‘ ihn mit blumigen Gliedern,
Ein Geist von Liebesliedern,
Der dreist erlöst sein will.

Max Dauthendey

 

Nothing to say …

Donnerstag, 26. April 2012

Da gibt es keine Worte mehr.

Als ich ins Auto stieg, regnete es. Und der Regen war salzig….
Farewell.

 

Wenn ich dann geh …

Mittwoch, 25. April 2012

Wenn sie dann gehn
und wenn sie dann gehn
bleibt der Druck von ihrer Hand
sein Lachen, das dich immer fand
ein Weg im Sommerregen
wenn sie dann gehn
bleiben nur noch die Gedanken
du wirst sie täglich sehn
als wären sie noch da

wenn sie dann gehn
wird ihr Nachlass zum Gedicht
ein leeres Blatt, das zu dir spricht
hörst du mich
und du klammerst dich im Traum
zählst längst vergangne Stunden
doch mit der Zeit wird nichts
mehr so wie früher sein

wenn sie gehn
endet, was für immer band
der Ring, die Schuld, vielleicht ein Pfand
die kleinen Reibereien werden vergehn
und mit der Zeit heilen alle Wunden
kannst du mir verzeihen
wirst du mich sehen
wer weiß
wenn sie dann gehn …

Klaus Hoffmann

 

Wunder *

Dienstag, 24. April 2012

Wunder darf man nicht erwarten,
aber man darf sie erhoffen.

Irmgard Erath

 

Babylon

Montag, 23. April 2012

By the rivers dark I wandered on.
I lived my life in Babylon.
And I did forget my holy song:
And I had no strength in Babylon.
By the rivers dark where I could not see
Who was waiting there, who was hunting me.
And he cut my lip and he cut my heart.
So I could not drink from the river dark.
And he covered me, and I saw within,
My lawless heart and my wedding ring,
I did not know and I could not see
Who was waiting there, who was hunting me.
By the rivers dark I panicked on.
I belonged at last to Babylon.
Then he struck my heart with a deadly force,
And he said, it is not yours.
And he gave the wind my wedding ring;
And he circled us with everything.
By the rivers dark, in a wounded dawn,
I live my life in Babylon.
Though I take my song from a withered limb,
Both song and tree, they sing for him.
Be the truth unsaid and the blessing gone,
If I forget my Babylon.
I did not know and I could not see
Who was waiting there, who was hunting me.
By the rivers dark, where it all goes on;
By the rivers dark in Babylon.

Leonard Cohen

 

Morgens (Frühling)

Sonntag, 22. April 2012

Eine der Freuden des Jahres, die ersten Blumen, hat
man nun auch schon wieder gehabt! Wie rasch das alles
geht! Das Leben ist zu kurz! Ich brenne darauf, wieder
Lehm in die Hände zu nehmen und Menschen nach meinem
Bilde zu gestalten, aber es ist noch nicht reif.

Hermann Hesse

 

Derselbe Mond

Freitag, 20. April 2012

Ich denke heute nacht an dich
ich kreise und verliere mich
in deinem Bild, das mir so gut gefällt.
durchs Fenster knallt ein Mond herein
ich liege hier mit mir allein
und träume mir ´ne selbstgemalte Welt.
Und nebenan da lieben sich zwei Engel
und flattern einmal übern Horizont.
Dieselbe Sehnsucht
unterm gleichen Himmel
und über aller Liebe wacht der Mond.

Das ist
derselbe Mond
derselbe Mond
das ist
derselbe Mond
wie über Berlin
das ist
derselbe Mond
derselbe Mond
das ist
derselbe Mond
wie über Berlin.

Klaus Hoffmann

 

Engel …

Donnerstag, 19. April 2012

 

Sehnsucht

Mittwoch, 18. April 2012

Das geht mich immer noch an,
was gewesen ist, greift mich
und zieht mich in Bann,
das trag ich auch in Nächten mit,
das hält auch in Träumen Schritt,
das hab ich gehaßt und auch gesucht,
hab so ´ne Sehnsucht….

Klaus Hoffmann

 

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