Beurteilung

Montag, 31. Oktober 2011

Beurteile einen Menschen lieber nach seinen Handlungen als nach seinen Worten;
denn viele handeln schlecht und sprechen vortrefflich.

Matthias Claudius

 

Vollkommenheit

Sonntag, 30. Oktober 2011

Gewiß ist die Vollkommenheit unerreichbar.
Sie hat nur den Sinn, deinen Weg wie ein Stern zu leiten.
Sie ist Richtung und Streben auf etwas hin.
Doch nur auf deinen Weg kommt es an, und es gibt keine Vorräte,
in deren Mitte du dich niederlassen könntest.
Denn dann stirbt das Kraftfeld, das dich ausschließlich beseelt,
und du gleichst einem Leichnam.

Antoine de Saint-Exupéry

 

029

Samstag, 29. Oktober 2011

 

Nenne dich nicht arm

Freitag, 28. Oktober 2011

Nenne dich nicht arm, weil deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind;
wirklich arm ist nur, der nie geträumt hat.

Marie von Ebner-Eschenbach

 

Lehrreiches

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Gehe von niemand und laß niemand von Dir, ohne ihm etwas Lehrreiches oder etwas Verbindliches gesagt und mit auf den Weg gegeben zu haben; aber beides auf eine Art, die ihm wohltue, seine Bescheidenheit nicht empöre und nicht studiert scheine, daß er die Stunde nicht verloren zu haben glaube, die er bei Dir zugebracht hat, und daß er fühle, Du nehmest Interesse an seiner Person, es gehe Dir von Herzen, Du verkauftest nicht bloß Deine Höflichkeitsware ohne Unterschied jedem Vorübergehenden!

Adolph Freiherr Knigge

 

„…das ist der Mike“

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Was reif in diesen Zeilen steht,
was lächelnd winkt und sinnend fleht,
das soll kein Kind betrüben;
die Einfalt hat es ausgesät,
die Schwermut hat hindurchgeweht,
die Sehnsucht hat’s getrieben.

Clemens Brentano

 

Sonnenaufgang

Dienstag, 25. Oktober 2011

 

Morgens alleine im Park

Montag, 24. Oktober 2011

Der leere Wunsch, die Zeit zwischen dem Begehren und dem Erwerben des Begehrten vernichten zu können,
ist Sehnsucht.

Immanuel Kant

 

Oktober

Sonntag, 23. Oktober 2011

Fröstelnd geht die Zeit spazieren.
Was vorüber schien, beginnt.
Chrysanthemen blühn und frieren.
Fröstelnd geht die Zeit spazieren.
Und du folgst ihr wie ein Kind.
Geh nur weiter, bleib nicht stehen.
Kehr nicht um, als sei’s zuviel.
Bis ans Ende musst du gehen, hadre nicht in den Alleen.
Ist der Weg denn schuld am Ziel?
Geh nicht wie mit fremden Füßen und als hättst du dich verirrt.
Willst du nicht die Rosen grüßen?
Laß den Herbst nicht dafür büßen, dass es Winter werden wird.
Auf den Wegen, in den Wiesen
leuchten, wie auf grünen Fliesen, Bäume bunt und blumenschön.
Sind’s Buketts für sanfte Riesen?
Geh nur weiter, bleib nicht stehn.
Blätter tanzen sterbensheiter ihre letzten Menuetts.
Folge folgsam dem Begleiter.
Bleib nicht stehen. Geh nur weiter, denn das Jahr ist dein Gesetz.
Nebel zaubern in der Lichtung
eine Welt des Ungefährs.
Raum wird Traum. Und Rausch wird Dichtung.
Folg der Zeit. Sie weiß die Richtung. „Stirb und werde!“ nannte Er’s.

Erich Kästner

 

Leaving Leipzig

Samstag, 22. Oktober 2011

 

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