Abend

Freitag, 30. September 2011

Und die wenigen Sterne stehen
Über den Weiten in ruhigem Bilde.
Lasst uns noch einmal vorübergehen,
Denn der Abend ist rosig und milde.

Georg Heym

 

Klarheit

Donnerstag, 29. September 2011

Dies ist des Herbstes leidvoll süße Klarheit,
die dich befreit, zugleich sie dich bedrängt;
wenn das kristallene Gewand der Wahrheit
sein kühler Geist um Wald und Berge hängt.
Dies ist des Herbstes leidvoll süße Klarheit …

Christian Morgenstern

 

Goldenes Licht

Mittwoch, 28. September 2011

Die Zweig‘ und Äste durch mit frohem Rauschen,
Wenn schon mit Leere sich die Felder dann vertauschen,
Der ganze Sinn des hellen Bildes lebet
Als wie ein Bild, das goldne Pracht umschwebet.

Friedrich Hölderlin

 

Stetig rücken alle Sterne

Dienstag, 27. September 2011

Stetig rücken alle Sterne fort, die runden.
Wo sie eben an des Blattes Rand, wie Feuerlunten,
Hoch im Baum noch hell im Blicke schweben,
Seh ich mich, von Dunkelheit umgeben;
Schließ ich nur die Augen für Sekunden,
Ist der Stern schon in dem Baum verschwunden.
Nie kann Lust allein dem Aug‘ ankleben.
Habe mich oft einsamer gefunden
Wie ein Mönch in seiner Klosterkammer.
Ach, es kleiden sich genau die Stunden
Blau in Lust und grau in Jammer.

Max Dauthendey

 

Herbstfrühlingslied

Montag, 26. September 2011

So hoff‘ ich, wenn den Lebensbaum des Alters Hauch entlaubet,
Nicht soll ein goldner Jugendtraum dem Herzen sein geraubet.
Die Jugend, die vorüberfuhr, wird sich im Liede paaren
Mit jener, die auf Edens Flur nicht wird vorüberfahren.

Friedrich Rückert

 

Contestwochenende

Sonntag, 25. September 2011

 

Caspar Hauser

Samstag, 24. September 2011

Was sollen mir die Tage, Was soll ich in der Welt? Ich trage meine Klage, Zertrümmert und zerschellt.
Ich stehe bang und frage Und staun, wie alles flieht. Das Leben ist wie Sage, Das Blühen ist wie Lied.
So staun ich blau und trage Tief innen sanften Traum. Mir starben Wort und Waage, Ich wachse blind und Baum.
Die Dinge greifen zage Und furchtsam mir ins Blut. Mit dürren Zweigen rage Ich kalt und ohne Mut.
Ist alles Sterben Plage? Mein Wurzelwerk ist wund. Ich grabe tief und nage Das Staunen in den Grund.

Ich bin ganz Kind und Frage, Mir schenkt sich jeder Stern. Wenn ich nach Sonnen jage, Fühl ich mich nah dem Herrn.
Was sollen mir die Tage? Was soll mir da die Welt? So klein ist alle Klage, Von jenem Licht erhellt!

 

Bromischer Kirb

Freitag, 23. September 2011

 

Ich hab nach Dir gesucht, da oben …

Donnerstag, 22. September 2011

 

Zu Besuch

Mittwoch, 21. September 2011

Immer wenn ich dich besuch, fühl ich mich grenzenlos.
Alles andere ist von hier aus so weit weg.
Ich mag die Ruhe hier zwischen all den Bäumen,
als ob es den Frieden auf Erden wirklich gibt.
Es ist ein schöner Weg, der unauffällig zu dir führt.
Ja, ich habe ihn gern, weil er so hell und freundlich wirkt.
Ich habe Blumen mit, weiß nicht, ob du sie magst.
Damals hättest du dich wahrscheinlich sehr gefreut.
Wenn sie dir nicht gefallen, stör dich nicht weiter dran.
Sie werden ganz bestimmt bald wieder weggeräumt.
Wie es mir geht, die Frage stellst du jedes Mal.
Ich bin okay, will nicht, dass du dir Sorgen machst.
Und so red ich mit dir wie immer, so als ob es wie früher wär,
so als hätten wir jede Menge Zeit….

DTH

 

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