Augen zu und durch

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Augen zu und durch …. – oder nur einfach Augen zu – und abwarten was geschieht? Im Moment hab‘ ich das Gefühl, dass ich meiner Zeit hinterher laufe. Es wird zu viel, zu viel am Tag, zu viel am Abend, zu viel in der Nacht. Es sind nicht nur die Gedanken, die sich überschlagen, überholen – es sind die Gefühle. Es ist die Zeit. Was ist eine Woche? Es geschieht so viel – zu viel an einem Tag – so viele Dinge bleiben liegen, werden vergessen – ABER oder UND wo ist die Zeit, um alles zu verarbeiten?
Wie schön wäre das, wenn man die Augen zu machen könnte – die Zeit zurück denken könnte – alles besser machen könnte…

 

Dahlie pt.2

Dienstag, 23. Oktober 2007

Die Zeit – nagt auch an meiner Dahlie – Zeit, warum immer wieder die Zeit, warum frisst sie uns auf? Nun kommt schon der Frost, nimmt sich mit seiner Kraft die Farben des Herbstes. Musik kann nicht alles retten. Sie hilft aber – und macht es so unheimlich schlimmer. Auf den höchsten Berg zu steigen, mit letzter Kraft den Gipfel zu erreichen, atemlos die Augen schliessend, dankend, hoffend und SPRINGEN – FLIEGEN – wieder fliegen (flying over bus stops [Athlete])… – aber das rettet meine Dahlie auch nicht mehr – sie welkt, trocknet und friert…

 

TRAVIS

Montag, 22. Oktober 2007

Anfang September kommt der Ticketalarm (von getgo) und 50 Tage später stehen wir vor TRAVIS – unglaublich. Mannheim, Capitol, 21 Uhr – das Licht geht aus. Drei Männer der Crew stehen auf der eingenebelten Bühne und schalten ihre Taschenlampen ein. Zur 20th Century Fox Fanfare schwenken die Lichtkegel im Raum umher und konzentrieren sich dann endlich auf die Eingangstür. Die geht auf – und – Travis betritt den Saal – schwer zu schätzen, vielleicht 500 Mann, bilden Spalier für die 4 Schotten. Zum Anfassen nah, händeschüttelnd, laufen sie durch das Publikum hindurch zur Bühne hinauf. Sie sind da! Und dieses Gefühl bleibt den ganzen Abend – enger Kontakt, und jede Menge Spaß. Es ist eine perfekte Mischung und eine Zeitreise vom Debütalbum «Good Feeling» über «12 Memories», «The Man Who», «The Invisible Band» bis hin zum letzten «The Boy With No Name» – nur wenige Sekunden Pause beim ständigen Gitarrenwechsel bleiben den Jungs. Denen das aber überhaupt nichts ausmacht, im Gegenteil – man spürt die Verbindung zur Musik, die Band wirkt entspannt und glücklich. Das war auf jeden Fall ein toller Abend, der neben Gänsehaut auch auch wirklich Spaß gemacht hat. MEHR

 

Erster Frost

Samstag, 20. Oktober 2007

Wie erwartet gab es heute Nacht den ersten Frost. Die Wiese im Garten glänzte weiß in der Morgensonne, die Regentropfen vom Vortag waren gefroren und funkelten wie Edelsteine. Die Blätter der Pflanzen waren mit weißen Eiskristallen gesäumt…

Rauhreif kam zur Nacht; fast gläsern wirkt im Lichte welker Farn,
Lautlos riß auf Laub und Gräsern reifen Herbstes rotes Garn.
Wo an Sommertagen blitzte klaren Taues Silberschein
Am erblühten Morgen, ritzte erster Frost sein Zeichen ein.

Uwe Nolte


 

Zeit

Freitag, 19. Oktober 2007

Heute Nacht ist es zum ersten Mal recht kalt – momentan nur 1°. Der Herbst scheint sich zu ergeben – die Zeit läuft so schnell. Apropos Zeit – Zeit, wie wichtig ist uns die Zeit geworden. Zeit für was? Wie nutzen wir die wenige Zeit, die Stunden, Minuten – die wenigen Sekunden, Augenblicke in unserem Leben, wo uns doch gerade diese Zeit so viel bedeutet? Wie nutzen wir am besten unsere Zeit? Wir können die Zeit nicht zurück drehen, wir sollten uns besser im Augenblick entscheiden, was wir aus unserer Zeit machen. Wir haben nicht unendlich viel davon…. {Keane im Ohr – …«To The End Of The World»}

 

Goldener Herbst

Mittwoch, 17. Oktober 2007

Der goldene Herbst scheint sich dem Ende zu neigen. Die letzten warmen Sonnenstrahlen am Morgen sind von den ersten Regentropfen vertrieben. Am Freitag soll es schon den ersten Schnee geben. Kann man die Wärme der Sonne einfangen, kann man das Gefühl auf der Haut bewahren – ja, man kann den Herbst in seinem Herzen einschliessen. An einem grauen Regentag greift man in die Jackentasche und findet die Kastanie wieder… Man kann die Augen schliessen und aus dem Grau wird ein Blau und aus den faden Farben werden golden strahlende Erinnerungen…

 

Orange

Dienstag, 16. Oktober 2007

Keine andere Farbe prägt den Herbst so wie die Farbe Orange. Sucht man bei Wikipedia nach dieser Farbe findet man die Aussage: «Orange gilt in der Psychologie als stimmungsaufhellend, stimulierend und wird mit Lust und Geschlechtsverkehr verbunden. Weiterhin steht diese Farbe für Kontaktfreudigkeit und Bereitschaft, Neues zu entdecken.». In Orange steigert sich nach Goethe die Energie und Wirkung des Gelb und es wirkt noch mächtiger und herrlicher. Orange ist eine Farbe der Extraversion, denn es strahlt nach außen (exzentrische Bewegung). Im Gegensatz zum Gelb schwingt jedoch auch etwas Ernstes darin mit. Farben lösen starke Empfindungen aus, die Kraft der Farben spüren wir mit unseren Sinnen, ja mit unserem ganzen Körper. Orientieren wir uns also an der Natur, am Herbst!

 

Dahlie pt.1

Sonntag, 14. Oktober 2007

Am 23. September habe ich diese Dahlie schon einmal fotografiert. Mittlerweile ist es kühler geworden und es wird bald den ersten Frost geben. Und so wird sie auch weiter dahin welken – und nichts passt wohl besser zu diesem Bild wie die «Stufen» von Hermann Hesse.

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend dem Alter weicht,
blüht jede Lebensstufe, blüht jede Weisheit auch und
jede Tugend zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe bereit zum Abschied sein und Neubeginne
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern in andre, neue Bindungen zu geben
und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne der uns beschützt und der uns hilft zu leben…

 

Sterne

Samstag, 13. Oktober 2007

Die meisten Menschen sind wie ein fallendes Blatt, das weht und dreht sich durch die Luft, und schwankt, und taumelt zu Boden. Andre aber, wenige, sind wie Sterne, die gehen eine feste Bahn, kein Wind erreicht sie, in sich selber haben sie ihr Gesetz und ihre Bahn.

Hermann Hesse

 

Nebel

Freitag, 12. Oktober 2007

Ich habe den ganzen Abend mit Gedichten, Erzählungen, Gedanken und Bildern von Hermann Hesse verbracht. Schon wieder. Und neben den vielen neuen Dingen, die ich gelesen hab, fiel mir wieder ein bekannteres Herbstgedicht auf. Es passt zu diesem Foto.

Der Herbst streut weiße Nebel aus, es kann nicht immer Sommer sein!
Der Abend lockt mit Lampenschein mich aus der Kühle früh ins Haus.
Bald stehen Baum und Garten leer, dann glüht nur noch der wilde Wein
Ums Haus, und bald verglüht auch der, es kann nicht immer Sommer sein.
Was mich zur Jugendzeit erfreut, es hat den alten frohen Schein
Nicht mehr und freut mich nimmer heut – es kann nicht immer Sommer sein.
O Liebe, wundersame Glut, die durch der Jahre Lust und Mühn
Mir immer hat gebrannt im Blut – O Liebe, kannst auch du verglühn?

 

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