Ich möchte ein Riese sein, dann läge ich mit dem Kopfe nah am Schnee auf einer Alp zwischen den Ziegen, und meine Zehen unten plätscherten im tiefen See. So läge ich und stünde nimmer auf, zwischen meinen Fingern wüchse Gesträuch, in meinem Haar Alpenrosen, meine Knie wären Vorgebirge, auf meinem Leibe stünden Weinberge, Häuser und Kapellen. So liege ich zehntausend Jahre, blinzle in den Himmel, blinzle in den See. Wenn ich niese, gibt es ein… weiterlesen

  Laue Luft kommt blau geflossen, Frühling, Frühling soll es sein! Waldwärts Hörnerklang geschossen, Mut’ger Augen lichter Schein, Und das Wirren bunt und bunter Wird ein magisch wilder Fluß, In die schöne Welt hinunter Lockt dich dieses Stromes Gruß. Und ich mag mich nicht bewahren! Weit von Euch treibt mich der Wind, Auf dem Strome will ich fahren, Von dem Glanze selig blind! Tausend Stimmen lockend schlagen, Hoch Aurora flammend weht, Fahre zu! ich mag… weiterlesen

Gestern hat Microsoft den Support für Windows 7 eingestellt. Dass dieser Schritt kommen würde, war seit Langem bekannt. Dennoch schrillen nun vielerorts die Alarmglocken, insbesondere im Hinblick auf die Sicherheit weiterhin laufender Windows-Altsysteme. Natürlich wird ein installiertes Windows 7 auch weiterhin laufen, nur wird es eben nicht mehr mit Sicherheitsupdates versorgt und genau da liegt das Problem. Laut Microsoft war die Aktualisierung auf Windows 10 nur im ersten Jahr nach dem Erscheinen kostenlos. Doch das… weiterlesen

Denn selten nur genießt der Mensch die Freuden, Die ihn umblühn, sie schwinden ungefühlt, Sei ruhig, Herz, und lerne dich bescheiden; Gibt Phoibos heller Strahl dir keine Freuden, Der freundlich auf der Welle spielt? Lass uns heim vom fernen Strande kehren! Hier zu weilen, Freund, es tut nicht wohl; Meine Träume drücken schwer mich nieder; Aus der Ferne klingts wie Heimatslieder, Und die alte Unruh kehret wieder – Laß uns heim vom feuchten Strande kehren,… weiterlesen

  Und noch weiter, endlos, ewig neu Mich durch fremde Schöpfungen voll Lust Hinzuschwingen fessellos und frei – O, das pocht, das glüht in meiner Brust. Rastlos treibts mich um im engen Leben, Und zu Boden drücken Raum und Zeit, Freiheit heißt der Seele banges Streben Und im Busen tönts Unendlichkeit. Stille, stille, mein törichtes Herz! Willst du denn ewig vergebends dich sehnen, Mit der Unmöglichkeit hadernde Tränen Ewig vergießen in fruchtlosem Schmerz? So manche… weiterlesen

  Lass uns hier ein wenig ruhn am Strande, Phoibos Strahlen spielen auf dem Meere. Siehst du dort der Wimpel weiße Heere? Reisg’e Schiffe ziehn zum fernen Sande. Ach wie ists erhebend sich zu freuen An des Ozeans Unendlichkeit! Kein Gedanke mehr an Maß und Räume Ist, ein Ziel, gesteckt für unsre Träume; Ihn zu wähnen dürfen wir nicht scheuen Unermeßlich wie die Ewigkeit. Wer hat ergründet des Meeres Grenzen, Wie fern die schäumende Woge… weiterlesen

Personen, die viel auf Reisen sind und immer neue Orte und Menschen sehen, zeichnen sich durch eine gewisse Lebensfrische aus, an der es denen mangelt, die jahrein, jahraus am selben Platz leben. Prentice Mulford

Aus weiter, verworrener Ferne leiteten mich die Sterne heim in die alte Stadt. Da sah ich auf Erkern und Stiegen das weiße Mondlicht liegen, es schien so fremd und matt. Es ward mir so weh und eigen, als klagte das glimmende Schweigen mich des Vergessens an. Ach, wie man doch nur verlassen die alten verwitterten Gassen und ganz vergessen kann! Die Menschen ruhen im Schlummer, da faßt mich am Herzen ein Kummer, ich kenne niemand… weiterlesen

Und dräut der Winter noch so sehr mit trotzigen Gebärden, Und streut er Eis und Schnee umher, es muß doch Frühling werden. Und drängen Nebel noch so dicht sich vor den Blick der Sonne, Sie wecket doch mit ihrem Licht einmal die Welt zur Wonne. Emanuel Geibel

Man soll das Jahr nicht mit Programmen beladen wie ein krankes Pferd. Wenn man es allzu sehr beschwert, bricht es zu guter Letzt zusammen. Je üppiger die Pläne blühen, um so verzwickter wird die Tat. Man nimmt sich vor, sich zu bemühen, und schließlich hat man den Salat! Es nützt nicht viel, sich rotzuschämen. Es nützt nichts, und es schadet bloß, sich tausend Dinge vorzunehmen. Lasst das Programm! Und bessert euch drauflos! Erich Kästner